Anke Engelke: Kinderfilm-Fan

Anke Engelke
Anke Engelke © Cover Media

Anke Engelke (49) findet, dass es zu wenige tolle Kinderfilme gibt - und schafft Abhilfe.

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Die Fernseh-Ikone ('Ladykracher') ist ab dem 15. Januar in der Kinderbuch-Verfilmung 'Doktor Proktors Pupspulver' im Kino zu bewundern. Darin geht es um den gleichnamigen verrückten norwegischen Erfinder, der ein Labor in Oslo betreibt. Der neueste Clou des Tüftlers: ein Pulver, das geruchlose, explosive Pupse produziert. Eine skurrile Kinder-Komödie also, die wie geschaffen für Anke scheint, die darin eine Nebenrolle ergatterte. "Klar, ich freue mich immer sehr, wenn mir ein Buch gefällt, ein Kinderbuch oder auch ein Kinderfilm", sagte sie im Interview mit 'TLZ.de' und erläuterte: "Es gibt so viele doofe Kinderfilme, oft krampfig kindlich, oft voller Klischees. Wenn dann so etwas Tolles daherkommt wie 'Doktor Proktor', da flippe ich aus."

Die in Kanada geborene Schauspielerin bedauert allerdings, dass es so wenige Kinderfilme auf die große Leinwand schaffen. "Ich wünschte, es würden noch mehr Kinderfilme ins Kino kommen. Da ich ja viel im Bereich Film arbeite, sei es nun für die Berlinale oder für meine eigene Kultursendung im WDR, kriege ich ja mit, was so gesamteuropäisch oder international an Kinderfilmen auf den Tisch kommt. Da sind tolle Sachen dabei, aber viele schaffen es halt nicht in die deutschen Kinos, weil da irgendwelche fetten US-Zeichentrickfilm-Blockbuster drin sind. Dagegen kommt man als kleine Produktion eben nicht an."

Ganz abgeneigt von den Hollywood-Blockbustern scheint die TV-Lady aber dann doch nicht zu sein. Seit 2007 ist sie bei 'Die Simpsons' in der Rolle der Marge zu hören und im selben Jahr schaffte es 'Die Simpsons - Der Film' auf die große Leinwand. Darüber hinaus schlüpfte sie in Synchronrollen in Animationsfilmen wie 'Horton hört ein Hu!', 'Gnomeo und Julia' und dem Kino-Hit 'Findet Nemo'. Darin spricht die Komikerin den Part des vergesslichen Doktorfisches Dorie. Ihr Beruf als Schauspielerin falle ihr im Vergleich zum Synchron-Job übrigens leichter. "Da hat man viel mehr Freiraum", betonte die Darstellerin im Interview mit 'Filmjunkies.de' und wundert sich noch immer, was für eine Vorstellung Reporter von der Arbeit einer Synchronsprecherin haben. "Ich wurde jetzt auch - seltsamerweise - mehrfach gefragt, wie viel Platz für Improvisation beim Synchron sei. Da habe ich gesagt: 'Man Leute! Da gehen Münder auf und zu. Wenn ich da irgendwas drauf synchronisiere, was ich grad lustig finde, wird das nicht passen.'"

Etwas mehr Raum für Improvisation hatte Anke Engelke ja dann vielleicht bei den Dreharbeiten zu 'Doktor Proktors Pupspulver'.

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