Angelina Jolie hat sich die Brüste amputieren lassen

Schauspieler Brad Pitt spricht über die Brustamputation von Angelina Jolie.
Brad Pitt findet Angelina Jolies Entscheidung "absolut heldenhaft". © London Entertainment / Splash

"Ich fühle mich nicht weniger als Frau"

Schauspielerin Angelina Jolie hat sich beide Brüste amputieren lassen. Das schreibt die 37-Jährige jetzt selbst in einem Beitrag in der 'New York Times'. Die sechsfache Mutter habe sich für den Eingriff entschieden, da sie ein Gen in sich trage, das ihr Brustkrebsrisiko erhöhe.

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Über drei Monate lang erstreckten sich die diversen Operationen. In dieser Zeit hatte sie immer wieder öffentliche Auftritte, bei denen sie sich nichts von der Prozedur anmerken ließ. Die Schauspielerin lächelte tapfer in die Kamera und zeigte sich selbstbewusst wie immer. Am 27. April waren die Amputationen und der Neuaufbau der Brüste abgeschlossen.

Ihre größte Stütze war während dieser Zeit vor allem ihr Verlobter Brad Pitt. Nach der Bekanntgabe ihrer doppelten Mastektomie, hat sich nun auch der Schauspieler zu Wort gemeldet. Er weiß wie kein anderer, wie sich seine Partnerin während ihres dreimonatigen Leidensweges gefühlt haben muss. "Ich habe die Entscheidung aus erster Hand mitbekommen", sagte er im Gespräch mit dem 'London Evening Standard' und bewundert Jolie für diesen mutigen Schritt: "Ich finde Angies Entschluss – wie den von anderen, denen es ähnlich geht – absolut heldenhaft!" Die Gesundheit seiner baldigen Ehefrau sei für ihn im Moment das Wichtigste: "Alles, was ich für sie will, ist ein langes und gesundes Leben mit mir und unseren Kindern", so Pitt und erklärt: "Dies ist ein sehr glücklicher Tag für unsere Familie!"

Genauso wichtig ist auch für Angelina Jolie die Familie. "Ich kann meinen Kindern jetzt erzählen, dass sie keine Angst haben müssen, mich an Brustkrebs zu verlieren", so Jolie in der 'New York Times'. "Es ist beruhigend, dass sie nichts sehen, was ihnen unangenehm ist. Sie können meine kleinen Narben sehen, sonst nichts. Alles andere ist einfach Mami, die Gleiche, die sie immer war. Und sie wissen, dass ich sie liebe und alles tun werde, damit ich so lange bei ihnen bleibe wie ich kann. Ich fühle mich nicht weniger als Frau. Ich fühle mich stark, weil ich eine starke Entscheidung getroffen habe, dass meine Weiblichkeit in keiner Weise geschwächt hat."

Angelina Jolie: Brustamputation
Angelinas Mutter, Marcheline Betrand, starb mit 56 Jahren an Krebs. © REUTERS, FRED PROUSER

"Meine Mutter kämpfte fast zehn Jahre lang gegen den Krebs und starb mit 56 Jahren", schreibt Jolie weiter. "Sie hielt lange genug durch, um ihre ersten Enkelkinder zu sehen und in den Armen zu halten. Aber meine anderen Kinder werden niemals die Chance haben sie kennenzulernen und zu erfahren, wie liebevoll und gütig sie war."

Die Ärzte sagten Jolie, sie habe ein Brustkrebsrisiko von 87 Prozent und ein Eierstockkrebsrisiko von 50 Prozent. "Sobald ich das wusste, beschloss ich zu handeln und das Risiko so weit es geht zu minimieren", so die Schauspielerin. "Darum habe ich mich vorsorglich für eine Brustentfernung entschieden. Ich habe mit den Brüsten angefangen, da mein Brustkrebsrisiko höher und die Operation viel komplizierter ist."

Die Schauspielerin wollte ihr Schicksal öffentlich machen, so dass andere Frauen von ihren Erfahrungen profitieren können. Die Entscheidung für eine Brust-Amputation sei Jolie nicht leicht gefallen, aber sie sei froh, dass sie sich für diesen Schritt entschieden habe. Das Brustkrebsrisiko sei nun von 87 auf fünf Prozent gesunken.

Bildquelle: Splashnews / Reuters

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