Andy Borg zum "Stadl"-Aus: "Es bricht mir das Herz"

Andy Borg zum "Stadl"-Aus: "Es bricht mir das Herz"
Andy Borg ist über das Aus der "Stadlshow" betrübt © ddp images

Mehr als drei Jahrzehnte flimmerte der "Musikantenstadl" zur besten Sendezeit über die heimischen Bildschirme. Am Dienstag gaben die Partnersender ORF, BR/Das Erste und SRF offiziell das Ende der einst beliebten Volksmusik-Show bekannt. Nun meldet sich Andy Borg (55, "Adios Amor"), der die Sendung von 2006 bis Juni 2015 moderierte, zu Wort. Gegenüber "Bild.de" sagte er: "Es bricht mir, und ich glaube auch Millionen von Musikantenstadl-Fans, das Herz, auf die Trümmer eines 34 Jahre jungen Fernsehklassikers blicken zu müssen. Verlierer sind neben meinen Gesangskollegen, denen diese TV-Plattform verloren geht, vor allem die Fernsehzuschauer."

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Nach "Stadl"-Absetzung

Wer tägt die Schuld an dem Debakel?

Nach Angaben der Sender sollen die miesen Einschaltquoten verantwortlich für das Aus sein. Die neuen Moderatoren, der erst vor Kurzem in "Stadlshow" umgetauften Sendung, Francine Jordi (38, "Gegen dich") und Alexander Mazza (43) konnten nach Andy Borgs Rauswurf und der Umgestaltung der Show, nicht mehr an die gewohnten Erfolge anknüpfen. Für den ehemaligen Moderator liegt die Schuld jedoch nicht bei seinen Nachfolgern, sondern bei denjenigen, "die die Entscheidung getroffen haben, den Stadl zu verjüngen." Damit hätte man sich aktiv gegen die Zuschauer gestellt. Denn das Publikum wisse laut Borg genau, was es sehen will, und lasse sich nichts vorschreiben.


Schon sein verstorbener Vorgänger und der Erfinder der Musikshow Karl Moik, der aus Verjüngungsmaßnahmen die Sendung verlassen musste, ließ zu Lebzeiten kein gutes Haar an der ARD. Zu Andy Borg soll er noch vor seinem Tod gesagt haben: "Was den Zuschauer interessiert, ist denen da oben so egal, wie einem etwas egal sein kann - völlig egal." Mit der Absetzung der "Stadlshow" geht eine weitere beliebte deutsche Sendung verloren.



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