Andreas Kümmert sagt Konzert ab und bepöbelt seine Fans auf Facebook

Andreas Kümmert ist auf Facebook ausgerastet.
Singt er oder singt er nicht? Das weiß man bei Andreas Kümmert nicht so genau. © dpa, Peter Steffen

Auf Facebook lässt Andreas Kümmert Dampf ab

Andreas Kümmert hat nach seinem Rückzieher beim Vorentscheid zum Eurovision Song Contest den nächsten Auftritt sausen lassen. Doch während seine Fans auf den ESC-Eklat durchaus noch verständnisvoll reagierten, kommt's jetzt richtig dicke.

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In der Diskothek 'Villa am See' im hessischen Groß Gerau sollte Kümmert vor 550 Leuten auftreten. Wie 'Bild' berichtet, soll der Sänger kurz zuvor noch zum Soundcheck erschienen sein. Unmittelbar vor dem Konzert soll er sich aber seine Gitarre geschnappt und den Veranstaltungsort unter dem Vorwand "Ich hab was im Auto vergessen, ich muss noch mal zurück" verlassen haben. Anschließend habe er beim Wagen einem Mitarbeiter der Disko zugeraunt "Ich spiel nicht" und sei davongebraust.

Warum der 28-Jährige kniff, darüber kann auch der Veranstalter nur spekulieren. Der Soundcheck sei "grandios" verlaufen, zitiert das Blatt die Geschäftsführung der Diskothek.

Die Veranstalter mussten das enttäuschte Publikum gegen 22 Uhr darüber informieren, dass Kümmert sich aus dem Staub gemacht hatte. Die Fans forderten ihr Geld zurück und machten ihrem Ärger auf Kümmerts Facebookseite Luft. Was sich dort abspielt, geht weit unter die Gürtellinie. "Hallo Arschloch", lässt ein User seiner Wut freien Lauf. "Spring einfach von der nächsten Brücke und hör auf, dein Publikum zu verarschen." Doch statt über den Dingen zu stehen, rastet auch Kümmert aus. "Du elende Drecksau, verreck", kommentiert er das beleidigende Posting. Dann postet er den Screenshot, tippt dazu: "Mein Anwalt ist eingeschaltet. An alle Hater: Verpisst euch, ihr degenerierten Arschlöcher."

Anschließend verspürte er aber offenbar doch das Bedürfnis, sich zu erklären. "Ich bin ein Mensch, und ich muss nicht so funktionieren, wie das irgendwer von euch da draußen möchte", postet er. Und droht: "Alle Kommentare, die mich in meiner Person beleidigen, wandern zum Anwalt. An alle Fans – danke für alles! Ihr seid der Grund, weshalb ich Musik mache."

Doch selbst bei Kümmerts treuen Fans schwindet der Rückhalt: "Wir organisieren uns einen freien Abend, zahlen zehn Euro pro Stunde für einen Babysitter, fahren eine Stunde zum Konzert und dann sagst du ab. Das ist mir jetzt zwei Mal passiert. Und ich habe die Nase voll", tippt sich ein enttäuschter Fan den Frust von der Seele. Eine andere berichtet über eine alleinerziehende Freundin, die Geld für Babysitter und Zug gezahlt und sich eine Übernachtungsmöglichkeit organisiert hatte. "Sie ist todtraurig und enttäuscht. […] Wenn es dir nicht gut geht, zieh dich zurück für eine Weile und sag vorher alles ab. Und mach es nicht schlimmer, indem du dir immer weitere Entgleisungen leistest."

Kümmert postete derweil weitere Konzerttermine. Einer der Kommentare darunter lautet: "Willst du da tatsächlich auftreten oder ist das nur eine Liste von Orten, an denen du mal wieder kurz auftauchen willst?"

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