Andreas Bourani: "Wir kämpfen bei 'The Voice' mit harten Bandagen"

Andreas Bourani: "Wir kämpfen bei 'The Voice' mit harten Bandagen"
Hat allen Grund zum Strahlen: Andreas Bourani freut sich auf seinen neuen Job als Coach © SAT.1/ProSieben/Andre Kowalski

Heute Abend (20:15 Uhr, Sat.1) startet die bereits fünfte Staffel von "The Voice of Germany". Auch in diesem Jahr kämpft die fünfköpfige Jury, bestehend aus Stefanie Kloß (30, "We are one"), Rea Garvey (42, "War"), Smudo und Michi Beck von den Fantastischen Vier (beide 47, "Single") und Neuzugang Andreas Bourani (31) darum, die besten Talents in ihr jeweiliges Team zu holen. Letzterer hat im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news unter anderem verraten, wie es sich anfühlt, Samu Habers Nachfolge anzutreten und ob ihn sein Hit "Auf uns" mittlerweile nicht ein bisschen auf den Zeiger geht.

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TVOG geht in die nächste Runde

Herr Bourani, warum haben Sie den Job als Coach bei "The Voice of Germany" angenommen?

Andreas Bourani: Ich finde, "The Voice of Germany" gehört zu den besten Musikshows, die es im deutschen Fernsehen gibt. Es war klar, dass der Stuhl von Samu Haber frei wird und ich hab gedacht: Cool, ich hab Bock drauf. Ich kenn die anderen Coaches ja schon und wusste, das würde eine Menge Spaß bereiten.


Hatten Sie Respekt davor in die Fußstapfen von Publikumsliebling Samu Haber zu treten?

Bourani: Das hat mich nicht eingeschüchtert. Ich hinterlasse meine eigenen Fußstapfen. Außerdem ist es nicht unüblich, dass die Coaches in der Show viel durchwechseln und das macht es natürlich auch für die Zuschauer spannend. Jeder, der auf dem Stuhl sitzt, bringt eine neue Note mit ein.


Haben Sie "The Voice" selber von Anfang an verfolgt?

Bourani: Ich habe natürlich die Sendung immer wieder geguckt, auch wenn ich im letzten Jahr vor allem aufgrund der WM viel unterwegs war und nicht so viel Zeit hatte. Aber ich habe mir die ganze Staffel auf DVD geholt und im Nachhinein angeschaut.


Sie sind zurzeit sehr viel im Fernsehen zu sehen. Würden Sie sich eine TV-Karriere als zweites Standbein vorstellen können?

Bourani: Die Sendungen, in denen ich auftrete, sind ja alle Musikformate. Bei "Sing meinen Song" zum Beispiel habe ich genau das getan, was ich sowieso den ganzen Tag mache: Auf der Bühne stehen und singen. Und bei "The Voice" geht es darum, die Erfahrung, die ich den Jahren schon gemacht habe - seien es Fehler oder auch der Umgang mit Erfolgen - an junge Talente weiterzugeben. Alles was sich also in meinem Bereich als Musiker abspielt, kann ich mir auch vorstellen im Fernsehen zu machen. Aber es ist nicht so, dass ich jetzt eine TV-Karriere starten will und ständig im Fernsehen zu sehen sein werde.


Welchen Eindruck haben Sie vom Niveau der Teilnehmer von TVOG bisher?

Bourani: Wir haben ganz starke Talente, tolle Stimmen und erfrischende Charaktere dieses Jahr dabei. Ich freue mich, dabei zuzusehen, wie sich die Sänger von Coaching zu Coaching weiterentwickeln. Der ein oder andere braucht mehr Selbstbewusstsein, der Nächste braucht mehr Bühnenpräsenz. Diese Vielfalt in der Arbeit macht mir sehr viel Spaß, gerade auch zusammen mit den anderen Coaches.


Ist das Verhältnis zu den anderen eher freundschaftlich oder wird es durch Konkurrenzdenken geprägt?

Bourani: Wir sind alle miteinander befreundet, jeder kämpft aber natürlich auch für sich, weil wir alle den Anspruch haben zu gewinnen und die eigenen Talents möglichst weit nach vorn zu bringen. Am besten bis zum Schluss. Gerade in den Blind Auditions geht's ja auch darum, die Talente davon zu überzeugen, ins Team Andreas zu kommen und da wird mit harten Bandagen gekämpft.


Worauf legen Sie bei den Talenten besonders viel Wert und was bringt Sie dazu, den Buzzer zu drücken?

Bourani: In erster Linie geht es darum, dass mich die Stimme berührt und deshalb entscheide ich intuitiv. Es ist ein spannender Moment, wenn man auf dem Stuhl sitzt und auf den ersten Ton wartet, während man sich fragt: Ist es ein Junge oder ein Mädel? Kenn ich den Song? Und dann muss ich mich entscheiden, ob die Stimme des Talents Potenzial hat und ob ich mir vorstellen kann, damit zu arbeiten.


Warum soll sich ein Talent dazu entscheiden ins Team Andreas zu gehen und was geben Sie ihren Schützlingen mit auf den Weg?

Bourani: Ich weiß, was es heißt, auf der Bühne zu stehen und mit den Ängsten und Zweifeln, mit denen man zu kämpfen hat, umzugehen. Da kann ich den jungen Talenten sicher viel beibringen. Auch, dass sie plötzlich im Fernsehen zu sehen sind, in Interviews nach ihren Meinungen gefragt werden und mit den Medien umgehen müssen, ist für Viele eine völlig neue Situation und da kann ich ihnen mit meinem Erfahrungsschatz viel mit auf den Weg geben.


Auf dem diesjährigen Oktoberfest ist es Ihnen gelungen, die Massen zu begeistern, als Sie spontan "Auf uns" zum besten gegeben haben. Wie kam es dazu?

Bourani: Ich hatte schon vorher den Plan auf die Wiesn zu gehen, weil ich die bayerischen Traditionen sehr mag. Und da wir sowieso in Bayern waren, haben wir auf dem Rückweg nach Berlin einen Zwischenstopp auf dem Oktoberfest eingelegt. Als mich dann der Wiesnwirt gefragt hat, ob ich nicht zusammen mit der Blaskapelle auftreten will, hab ich natürlich in Bierlaune gedacht: Da hab ich Lust drauf!


Sind Sie vom Hype um "Auf uns" nicht mittlerweile ein bisschen genervt?

Bourani: Ich bin sehr dankbar für den Erfolg und alles, was ich mit dem Titel erlebt habe. Vor "Auf uns" habe ich mit "Nur in meinem Kopf" Erfolg gehabt, mein erstes Album hat Goldstatus erreicht. Das war ein toller Start für mich. Aber "Auf uns" brachte dann den Durchbruch und hat mich plötzlich in ganz Deutschland bei Jung und Alt bekannt gemacht, weil Fußball alle Menschen in allen Altersgruppen erreicht. Durch diesen Erfolg sind für mich viele Träume wahr geworden.


Sie sind sehr beschäftigt mit Ihren TV-Auftritten und Ihrer Musik. Wann gönnen Sie sich mal wieder Zeit für sich?

Bourani: In den letzten zwei Jahren war ich viel unterwegs, kommenden Januar und Februar bin ich auf Tour. Ich habe mir schon vorgenommen, nächstes Jahr etwas kürzer zu treten, zu verreisen und Ruhe zu finden, um neue Ideen zu sammeln für neue Musik. Konkrete Reisepläne habe ich noch nicht, aber die Berge waren immer ein Ort, an dem ich früher gerne war.



spot on news

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