Andreas Bourani leiht in 'Vaiana' einem Halbgott seine Stimme

Andreas Bourani: "Ich hätte Lust, den Bösewicht zu spielen"
Andreas Bourani leiht Halbgott Maui seine Stimme © Hanna Boussouar ©Disney, SpotOn

Kinostart von "Vaiana"

Die sechste Staffel von "The Voice of Germany" hat mit Tay Schmedtmann (21) seinen Sieger aus dem Team von Andreas Bourani gefunden. Der 33-Jährige hat kurz nach dem Finale verkündet, dass er 2017 nun nicht mehr als Coach in der TV-Show dabei sein wird. Doch seine Fans müssen nicht traurig sein, der Musiker hat viel vor. Bereits ab 22. Dezember ist er im Kino zu hören. Im Disney-Film "Vaiana" leiht er Halbgott Maui seine Stimme. Im Interview mit spot on news erzählt Bourani, ob er sich eine Karriere als Schauspieler vorstellen könnte, was für ein Typ Mann er ist und wieso er keine Tattoos hat.

Können Sie sich erinnern, was der erste Disney-Film war, den Sie gesehen haben?

Andreas Bourani: Ja natürlich, das war 'Das Dschungelbuch'. Das ist ein ganz besonderer Film mit tollen Figuren, ein echter Disney-Klassiker.

Es gibt mittlerweile auch eine Neuauflage, haben Sie "The Jungle Book" auch schon gesehen?

Andreas Bourani: Nein, den habe ich noch nicht gesehen. Aber ich habe gehört, er soll sehr spannend sein, da die Tiere so toll gestaltet wurden. Ich bin sehr gespannt und werde ihn mir noch ansehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Sie als Synchronsprecher arbeiten. Würden Sie gerne auch mal vor der Kamera stehen?

Andreas Bourani: Ja, das könnte ich mir vorstellen. Ich habe aber großen Respekt vor der Schauspielerei. Ich hätte Lust den Bösewicht zu spielen oder eben eine Rolle, die mit dem öffentlichen Bild, das man so von mir hat, brechen würde. Ich finde es spannend, etwas ganz anderes zu machen. Das ist auch die größere Herausforderung. Ich hatte sogar schon Angebote vorliegen, habe diese aber abgelehnt, da es zu klischeehaft war.

Halbgott Maui, den Sie in "Vaiana" sprechen, ist sehr von sich selbst überzeugt und durchaus vorlaut. Was für ein Typ Mann sind Sie?

Andreas Bourani: Ich bekomme durchaus viel Anerkennung und stehe im Mittelpunkt. Aber das Entscheidende ist, dass man das nicht zu nah an sich heran lässt und dann nicht übers Ziel hinausstößt. Maui hat ein ganz großes Ego, und ich habe auch ein großes Ego. Aber es geht eben darum, dass man das nicht zu groß werden lässt und man immer noch ausgeglichen bleibt. Ein Ego ist ja durchaus wichtig. Maui braucht das, da er sehr ehrgeizig und erfolgsorientiert ist. Das trifft auch auf mich zu. Ich bin jemand, der etwas erreichen will und Ehrgeiz besitzt. Das ist mir auch in der Musik wichtig. Dafür braucht man Durchhaltevermögen und das schafft man nur, wenn man den Mittelpunkt auch sucht.

Maui kriegt es dann allerdings mit Vaiana zu tun...

Andreas Bourani: Das ist das Schöne daran. Maui lässt sich auf diese Reise und die Transformation ein. Und Vaiana zeigt ihm, dass er nicht alles alleine erreichen kann im Leben. Das finde ich eine schöne Botschaft.

Maui ist zudem sehr schlagfertig. Trifft das auch auf Sie zu oder denken Sie lieber nach, ehe Sie eine Antwort geben?

Andreas Bourani: Beides. Manchmal rede ich, wie mir der Mund gewachsen ist. Und manchmal macht es Sinn, erst einmal nachzudenken, ehe man spricht. Gerade wenn es ein sehr intimes Gespräch ist oder wenn die Antwort jemanden verletzten könnte. In großer Runde haue ich aber schon mal einen lockeren Spruch raus. Zum Beispiel bei 'The Voice of Germany', da bleibt nicht viel Zeit um nachzudenken mit den anderen vier Coaches.

Maui ist übersäht mit Tattoos. Haben Sie Tattoos und wie stehen Sie dazu?

Andreas Bourani: Ich bin tatsächlich nicht tätowiert. Ich finde Tattoos super gut und liebe es, Motive anzugucken. Ich hatte mal vor, mich tätowieren zu lassen und habe auch immer Leute, die tätowiert sind, dazu befragt. Dann hat mich eine Frau angesprochen, die komplett tätowiert war, und mir geraten, das schön sein zu lassen. Da dachte ich mir, na die muss es ja wissen. Sie meinte, ich kann all die Motive und die Geschichten dazu in die Musik einbauen und in meine Songs fließen lassen, dann wird mich das auch überleben. Das finde ich ein ganz schönes Bild.

Maui kann seine Gestalt ändern. In was würden Sie sich gerne verwandeln?

Andreas Bourani: Ein Wesen, das fliegen kann, ist nicht verkehrt. Fliegen ist ja eine menschliche Sehnsucht, das ist etwas Besonderes. Als Adler - wie Maui im Film - hat man bestimmt einen tollen Blick von oben und kann einfach überall hinfliegen.

"Vaiana" kommt rechtzeitig zu Weihnachten raus. Gibt es einen Film, den Sie klassisch immer zu Weihnachten ansehen?

Andreas Bourani: Ach nein, ich bin da gar nicht so festgefahren. Es gibt ja auch jedes Jahr schöne neue Weihnachtsfilme und ein paar Klassiker, wie 'Kevin allein zu Haus', der zum Beispiel jedes Jahr läuft. Die kann man immer anschauen.

Haben Sie ein Fazit für 2016?

Andreas Bourani: Ich zähle die Zeit nicht wirklich in Jahren, ich feiere auch keinen Geburtstag mehr. Für mich zählt immer der Moment und das, was vor mir liegt. Für mich ist die Vergangenheit nicht so identitätsbildend, wie die Zukunft, die man sich gestaltet. Das finde ich viel spannender. Ich nehme die Momente, wie sie kommen und genieße natürlich, was passiert ist. Die letzten Jahre waren für mich sehr aufregend, schnelllebig und erfolgreich. Ich konzentriere mich jetzt aber auf das, was kommt, und schaue nach vorne. Ich möchte ein neues Album machen und ins Studio gehen.

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