Hollywood Blog by Jessica Mazur

Amerika wählt - und die Promis rühren die Werbetrommel

Amerika wählt - und die Promis rühren die Werbetrommel
Amerika wählt - und die Promis rühren die Werbetrommel © (Bild: Imago)

von Jessica Mazur

Es ist soweit: Amerika wählt. Heute Abend steht fest, wer die kommenden vier Jahre das Land reagieren wird, Barack Obama oder Mitt Romney. Eins steht schon jetzt fest. Noch nie zuvor hat es eine Wahl gegeben, bei der so viele Celebrities mitgemischt haben.

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In erster Linie liegt das natürlich an den Social Networks. Twitter und Facebook machen es den Stars einfach, ihre politische Meinung an Fans und Follower weiterzugeben. Und die Politiker wissen, wie wichtig so ein Promi-Tweet sein kann. Als Amerikas Talkshow Queen Oprah Winfrey vor vier Jahren zum ersten Mal einem Präsidenten öffentlich ihre Stimme gab, verhalf sie Obama einer Studie zufolge damit zu einer Million zusätzlichen Wählerstimmen.

Klar, nicht jeder Promi ist so einflussreich wie Oprah. Aber Stars wie Jessica Alba oder Beyonce haben auch immerhin fünf bis sechs Millionen Follower. Wenn Celebrities dieser Größenordnung einen Kandidaten unterstützen, bedeutet das Experten zufolge mindestens ein paar tausend Wählerstimmen mehr.

Andere Stars wurden im Wahlkampf noch aktiver. So trat Scarlett Johansson beim Parteitag der Demokraten auf, um eine Lobhymne auf Obama zu halten. Hollywood-Urgestein Clint Eastwood tat dasselbe für Mitt Romney beim Parteitag der Republikaner. Und natürlich haben die Celebrities in diesem Jahr auch wieder eifrig den Klingelbeutel geschwenkt.

Wahlen sind teuer, besonders in einem so großen Land wie den USA. Und in Hollywood sitzt das Geld ja bei vielen recht locker. So hat ein von George Clooney ausgerichtetes Fundraising Dinner Barack Obama rund 15 Millionen Dollar beschert. Eine Party von Beyonce und Jay Z brachte kürzlich weitere vier Millionen Dollar ein.

Und Hollywoods Über-Produzent Harvey Weinstein veranstaltete kürzlich ein Fundraising-Abendessen, bei dem die Leute 35.800 Dollar pro Kopf auf den Tisch legen mussten, um dabei zu sein. Die 50 vorhandenen Plätze waren im Nu ausverkauft. Ka-Ching!

Darüber hinaus hieß es aus Hollywood in den letzten Wochen und Monaten immer wieder: Geht wählen, Leute! Leonardo DiCaprio, Tobey Maguire, Ellen DeGeneres, Zac Efron, Selena Gomez, Usher, 50 Cent, Lady Gaga, Will Smith, Miley Cyrus, Pearl Jam Die Liste von Künstlern, die sich einer Organisation angeschlossen haben, die Wähler motivieren soll, ist so lang wie noch nie.

Ob sich der Einsatz der Stars bezahlt gemacht hat, wird sich heute Abend zeigen. Ich bin sehr gespannt. Ich darf zwar nicht wählen, drücke Barack Obama aber fest die Daumen!

Viele Grüße aus Lalaland sendet Jessica Mazur

 

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© Bild: Jessica Mazur