Almila Bagriacik sieht sich als Weltmensch

Almila Bagriacik sieht sich als Weltmensch
Almila Bagriacik © Cover Media

Almila Bagriacik (25) ist froh, sowohl Türkin als auch Deutsche zu sein.

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Zwei Kulturen

Die Nachwuchsschauspielerin ('Die Fremde') ist mit zwei Kulturen aufgewachsen: Ihre Eltern stammen aus der Türkei, wo sie selbst auch geboren wurde. Als Almila fünf war, zog die Familie nach Berlin. Anfangs war das ganz schön schwer für die hübsche Darstellerin, die momentan mit dem Dreiteiler 'Mitten in Deutschland: NSU' so richtig durchstartet.

"Ich sprach kein Wort deutsch, das war hart. Da wird man automatisch ausgegrenzt. Diese Erfahrung war meine Motivation, so gut deutsch zu lernen, dass man mir nicht anmerkt, woher ich komme", erinnerte sie sich im Interview mit 'Bild'. Ihr Ehrgeiz zeigte Erfolg: Heute spreche sie "beide Sprachen gleich gut. Aber wenn ich etwas ganz Kompliziertes erklären möchte, dann mache ich das auf deutsch."

Trotzdem: In ihrer Brust schlagen zwei Herzen, ein deutsches und ein türkisches. "Ich trage beide Kulturen in mir. Das empfinde ich als Bereicherung", betonte Almila und stellte klar: "Ich habe mich auch nie als Türkin in Deutschland wahrgenommen, sondern als Weltmensch. Das hat mir einiges einfacher gemacht."

Kein Wunder, dass ihr ihre Rolle in 'Mitten in Deutschland: NSU' besonders wichtig ist. In der auf den NSU-Morden basierenden ARD-Produktion verkörpert sie die Deutsch-Türkin Semiya Simsek, deren Vater Enver 2000 das erste Opfer war. "Es ist mir eine Ehre, ein Teil davon zu sein", freute sie sich kürzlich im Interview mit dem 'Berliner Kurier'. "Die echte Semiya Simsek kennenzulernen und mich mit ihr und Regisseur Züli Aladag auf den Dreh vorzubereiten, war eine große Bereicherung für mich", freute sich Almila Bagriacik.

Den dritten und letzten Teil von 'Mitten in Deutschland: NSU' zeigt die ARD heute Abend [6. April] um 20:15 Uhr.

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