Hollywood Blog by Jessica Mazur

Alle hassen Paparazzi - außer, wenn sie helfen können

Alle hassen Paparazzi - außer, wenn sie helfen können
Alle hassen Paparazzi - außer, wenn sie helfen können

von Jessica Mazur

Neben dem ganzen Glanz, der den Hollywood-Zirkus im Allgemeinen begleitet, gibt es hier natürlich auch ein paar Jobs, die weniger glamourös und stattdessen gefährlich sind sind. Stuntman zum Beispiel, oder Helikopter-Pilot eines Newsmagazin (denn immer wenn irgendein Celebrity aus der Reihe tanzt, in den Knast wandert oder in die Psychiatrie eingeliefert wird, ist der Himmel voll mit den so genannten "Ghetto Birds" und es kann schon mal eng werden am Himmel über LA...).

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Ein weiterer Job, der ab sofort ebenfalls mit auf der Liste der "dangerous professions" steht, ist Paparazzo! In LA bzw. in Malibu hat es nämlich am Wochenende zwischen einer Gruppe Surfer und einer Horde Paparazzi ordentlich gescheppert. Was war passiert? Wie immer an den Stränden von Malibu, hatten sich auch am vergangenen Samstag Paparazzi mit ihren riesigen Objektiven in Stellung gebracht, in der Hoffnung, den einen oder anderen Promi im Bikini oder in Badehose am Beach einzufangen. Die Fotos von halbnackten Celebrities eignen sich schließlich prima für die in den US-Magazinen so beliebten "Oh my god, he/she lost ten pounds/gained ten pounds"-Fotostrecken...;-)

Es dauerte dann auch nicht lange, bis die Paparazzi in Malibu auf den surfenden Matthew McConaughey stießen und anfingen, ihn abzulichten. Das ging allerdings Matthews Surfer-Buddies extrem gegen den Strich, die sich den etwas entfernt stehenden Fotografen näherten und eine Pöbelei startete. Das Ergebnis: ein paar Prellungen, ein blaues Auge und eine teure Fotokamera im kalten Pazifik. Am Sonntag dann das gleiche Spiel: wieder ging Matthew surfen, wieder kamen die Fotografen und wieder starteten die Surfer-Jungs eine Schlägerei, bei der dieses Mal Equipment im Wert von über 10.000 Dollar kaputt ging und sogar die Polizei eingeschaltet wurde. Da die Fotografen natürlich während des ganzen "Showdowns" ihre Videokameras laufen hatten, konnte sich heute jeder auf den gängigen Webseiten, wie TMZ.com oder X17online.com ein Bild von dem Geschubse und Gestoße machen, bei dem u.a. so "intellektuelle Gesprächsfetzen" zustande kamen, wie "Hau ab von unserm Beach, Mann und such dir einen anständigen Job!" "Das ist ein anständiger Job. Was machst du denn?" "Ich saufe Bier und mach Party, ey!", und eine sehr aufgeregte junge Frau die ganze Zeit kreischt "Wanna hit me? Wanna f***ing hit me?" Awesome!

Die Meinungen zu diesen Vorfällen in Malibu, die heute natürlich auch ihren Weg ins die hiesigen News fanden, sind geteilt. Die einen sind der Ansicht, die Fotografen machen nur ihren Job und der Beach ist schließlich ein öffentlicher Platz, die anderen sagen "Richtig so!", gegen die Art und Weise, wie die Paparazzi den Celebrities nachstellen, muss vorgegangen werden. Bei den Stars ist die Einstellung gegenüber den Fotografen ähnlich zwiegespalten: einige sind beim Anblick der Paparazzi jedes Mal schrottgenervt, wie z.B. Seal, andere ignorieren die Jungs einfach konsequent, wie z.B. Jennifer Aniston und wieder andere arbeiten sogar mit ihnen zusammen oder lassen sich von ihnen helfen, wie z.B. Kate Beckinsale, der am vergangenen Wochenende der Sprit ausging und die sich daraufhin von den Paparazzi zur nächsten Tankstelle fahren ließ... Ein schwieriges Thema also.

Fest steht aber, ein paar angetrunkene, halbstarke Surfer (die McConaughey zwar kennen, aber nicht in seinem Auftrag gehandelt haben sollen), sind kaum die richtige Wahl, wenn es darum geht, die Paparazzi-Problematik in LA zu lösen, und die Prügeleien am letzten Wochenende am Strand von Malibu waren absolut unnötig. Besonders wenn man bedenkt, dass die Gossip-Welt von einer Sache wirklich nicht NOCH MEHR braucht: "Matthew McConaughey ohne Shirt am Strand"-Fotos! Mein Bedarf ist, was das angeht, zumindest ausreichend gedeckt...;-)

Viele Grüße aus Lalaland von Jessica Mazur

 

Alle hassen Paparazzi - außer, wenn sie helfen können
© Bild: Jessica Mazur