'Alice im Wunderland 2' mit Mia Wasikowska, Johnny Depp & Co.: Kunterbunt, magisch und herrlich verrückt

"Alice im Wunderland 2": Kunterbunt, magisch und herrlich verrückt
"Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln" geht in die zweite Runde - wieder mit dabei ist Johnny Depp als verrückter Hutmacher. © 2016 Disney Enterprises, Inc. All Rights Reserved.

Sechs Jahre nach "Alice im Wunderland" entführt Disney 2016 erneut in die fabelhaft-verrückte Unterwelt und präsentiert mit einer Fortsetzung in 3D ein magisches Kinoerlebnis für die ganze Familie. Von der verträumten Alice (Mia Wasikowska) über den verrückten Hutmacher (Johnny Depp) bis hin zur bitterbösen Roten Königin (Helena Bonham Carter) vereinen sich die altbekannten, sowie neue Figuren auf der Leinwand, um sich zusammen in eine verrückte Reise durch die Zeit zu stürzen.

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Märchenhafter Kinohit

 

Wiedersehen im Wunderland

 

Alice Kingsleigh (Wasikowska) kehrt in der Fortsetzung des märchenhaften Kinohits von 2010 durch einen verwunschenen Spiegel in das herrlich seltsame Wunderland zurück. Dort feiert sie ein Wiedersehen mit altbekannten Figuren, wie der Weißen Königin (Anne Hathaway), der Grinsekatze (Stephen Fry) oder dem Schmetterling Absolem (Alan Rickman). Alice' Herzensfreund, der verrückte Hutmacher (Depp) fehlt jedoch im wunderlichen Ensemble, denn es steht nicht gut um den exzentrischen Kunsthandwerker. Die qualvolle Trauer um seine verunglückte Familie lässt die Lebensgeister des Hutmachers gefährlich schwinden.

Alice scheint die letzte Hoffnung zu sein und nimmt deshalb eine gefährliche Zeitreise auf sich, um die Familie des Hutmachers ein für alle Mal zu retten. Dabei liefert sie sich ein wortwörtliches Wettrennen mit der Zeit (Sacha Baron Cohen) und taucht in prägende Lebensabschnitte der bekannten Charaktere ein. Dass sich die Vergangenheit jedoch nicht so einfach ändern lässt, muss Alice bald am eigenen Leib erfahren...

 

Fortsetzung eines Klassikers

 

Das Drehbuch des zweiten "Alice im Wunderland"-Teils lässt sich zwar von der 1872 veröffentlichten Original-Version von Schriftsteller Lewis Carroll inspirieren, die Produzenten entwickelten jedoch eine ganz neue, eigenständige Handlung, die sich rund um die Faszination Zeit dreht. "Der Fluss der Zeit ist etwas, das Alice immer als eine schlimme Sache betrachtet hat, weil Zeit ihr schon in frühen Kindheitstagen ihren Vater genommen hat", erklärt der britische Regisseur James Bobin die Hintergründe der Idee. Alice' Reise in die Vergangenheit ist so nicht nur als magisches Abenteuer zu verstehen, sondern lässt auch tiefer in die bekannten Charaktere und deren Hintergründe blicken.

 

Die Vergangenheit lässt sich nicht ändern,...

 

"...obwohl ich anmerken darf, dass man von ihr lernen könnte", weiß die personifizierte Zeit, mit der eine neue Hauptfigur ins Rennen geschickt wurde. Der Rolle - ein Wesen halb Mensch, halb Uhrwerk - nahm sich der britische Komiker und Schauspieler Sacha Baron Cohen an, der dem Film mit einem "Borat"-ähnlichen Akzent einen humorvollen Dreh verleiht.

 

Magische Welt

 

"Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln" ist ein sprichwörtliches Kinoerlebnis. Die bunt und bombastisch inszenierten Bilder überwältigen in bester 3D-Qulität und lassen den Zuschauer in eine Märchenwelt eintauchen, aus der er nach der Vorstellung erst einmal wieder zurück finden muss. Neben einer renommierten Besetzung runden Details, wie das Makeup des Hutmachers, das sich farblich seiner Gefühlslage anpasst, zu einem gelungenen Werk ab. Gleiches gilt auch für Alice' asiatisch inspirierte Kleider der Oscar-gekrönten Kostümbildnerin Coleen Atwood.

Und besonders für Damen liefert der Fantasyfilm eine besonders schöne Inspiration: Man könnte den Alltag zukünftig ein klein wenig mehr wie Alice angehen. Als eine unabhängige Powerfrau, die sich so gar nicht an die Erwartungen ihrer Gesellschaft anpassen will und für die das Unmögliche ein Fremdwort ist.

 

Fazit

 

"Alice im Wunderland: Hinter den Spiegeln" ist ein Kinoerlebnis, das den Zuschauer in seinen märchenhaften Bann zieht. Es lädt zum Träumen und zum Lachen ein und punktet mit einer Top-Besetzung. Einzig das Ende könnte eine Prise weniger Kitsch vertragen, doch im Rausch der bunten Bilderwelt kann man darüber schnell hinwegsehen.

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