Alice Cooper: Wegbereiter spektakulärer Bühnen-Shows

Die Karriere von Alice Cooper
Alice Cooper © London Entertainment/Splash News

Über die Gründung der Band und deren Erfolge

Alice Cooper ist Frontmann der gleichnamigen Band, die er 1964 gründete.

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Zu dieser Zeit nannte sie sich noch ‘The Earwigs’ und spielte Beatles-Songs. Ab 1968 hieß die Band ‘Alice Cooper’. Seit der nie offiziell bestätigten Bandauflösung im Jahr 1973 agiert er als Solokünstler. Die ihn begleitenden Musiker wechseln regelmäßig. Sein Künstlername steht nach einem Namensstreit mit den alten Bandkollegen seit 1974 in seinem Pass.

Alice Cooper gilt als einer der provokantesten Bühnenkünstler, der seine Fans und vor allem die Öffentlichkeit immer wieder mit inszenierten Gewaltorgien, Folterszenen und Hinrichtungen schockt. Seine Fans mögen die morbiden Inszenierungen und wollen hautnah zuschauen, wie der Sänger auf der Bühne erhängt, geköpft oder erdolcht wird oder anderweitig zu Tode kommt. Kunstblut fließt bei seinen Inszenierungen reichlich und die Laser-Shows sind legendär. Zudem knallt und stinkt es auf der Bühne. Dennoch sind die Plätze an der Bühnenkante heiß begehrt. Unter anderem soll Cooper auf der Bühne einem lebenden Huhn den Kopf abgebissen haben, was sich aber als reines Gerücht herausstellte. Schlangen hat er hingegen fast immer dabei.

Die aufwändigen Shows gelten als Meilensteine der heutigen Bühneninszenierungen, bei denen die Musiker mehr machen, als nur ihre Musik zu interpretieren. Laut Alice Cooper müsse man jedoch Kunstfigur und Privatleben strikt trennen. Alice Cooper sagt über sich selbst und seine Bühnenspektakel: ‘Bei mir gibt es keine Anspielungen auf den Satanismus. Ich spiele den Bösen, aber er wird am Ende jedes Mal getötet. Am Schluss findet meine Auferstehung im weißen Frack statt.’

Alice Cooper tourt nach wie vor live, ist in zahlreichen Horror-Filmen (meist in Nebenrollen) zu sehen und zählt längst nicht zum alten Eisen. Wie viele seiner Kollegen genießt er die Aufmerksamkeit bei Live-Auftritten und inszeniert seine Shows mit größter Sorgfalt. Die Bandmitglieder wechseln in der Vergangenheit regelmäßig. ‘Love It to Death’ (1971), ‘School's Out’ (1972) und ‘Billion Dollar Babies’ (1973) zählen zu seinen größten Erfolgen. Bis heute hat er 26 Studioalben und mehrere Live-Alben produziert. 2010 trat Alice Cooper auf dem Wacken-Festival in Deutschland auf.

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