Alexander Mazza: "Wir schlagen ein neues Kapitel auf"

Alexander Mazza: "Wir schlagen ein neues Kapitel auf"
Er ist einer der beiden Nachfolger von Andy Borg: Alexander Mazza © ORF/ORF/Milenko Badzic

Alles neu, alles anders? Mitnichten! "Das Stammpublikum wird sich sehr schnell orientieren können", verspricht der Münchner Moderator Alexander Mazza (42), der zusammen mit der Schweizer Sängerin Francine Jordi (38, "Du bist mein Held") die Nachfolgesendung des TV-Urgesteins "Musikantenstadl" (1981-2015) moderieren wird. Die erste Ausgabe der neuen "Stadlshow" wird am Samstag um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Unter anderem sind diese Künstler mit von der Partie: Jürgen Drews, Peter Kraus, die Troglauer Buam ("Party Mitanand"), Wolfgang Fierek. Ein Highlight so kurz vor dem Oktoberfest-Anstich dürfte auch das bayerisch-österreichische Duett von Florian Silbereisen und DJ Ötzi ("Ein Stern") werden. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erklärt Moderator Mazza, was passieren muss, damit die Zuschauer ihn in einer kernigen Lederhose und Kollegin Francine im sexy Dirndl sehen dürfen.

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So wird die neue "Stadlshow"

 

Wie nervös sind Sie vor der "Stadlshow"-Premiere am Samstag, Herr Mazza?

 

Alexander Mazza: Noch hält es sich in Grenzen, aber je näher der 12. September rückt, desto größer wird die Nervosität natürlich. Das ist aber auch gut so. Es sollte nur nicht so viel werden, dass es hemmt. Eine ordentliche Portion Adrenalin im Blut sorgt dafür, dass man auf den Punkt da ist. In jedem Fall überwiegt bei mir aber die Freude auf die Aufgabe.

 

Wie haben Sie sich auf diese Sendung im Unterschied zu anderen Moderationen vorbereitet?

 

Mazza: Der Unterschied besteht vor allem in der Größe des Teams. Außerdem habe ich mit Francine Jordi eine Co-Moderatorin. Entsprechend haben wir uns gemeinsam Gedanken darüber gemacht, wie unsere Rollen aussehen könnten und wie wir die Bühne bespielen wollen. Eine sehr wichtige Rolle in diesem Zusammenhang spielen auch die Autoren. Es ist erst gut, wenn wir alle zufrieden sind.

 

Ihr Moderations-Vorgänger Andy Borg ist ja eher gegangen worden. Viele Fans waren darüber nicht so glücklich. Wie schwer lastet das als Hypothek auf Ihnen?

 

Mazza: Andy Borg und ich haben uns nie persönlich kennengelernt. Zur Vorbereitung habe ich mir aber einige Sendungen angeschaut und das, was ich von ihm gesehen habe, fand ich toll. Er hat einen super Job gemacht. Das Kapitel ist jetzt aber geschlossen und nun wird ein neues mit Francine und mir geöffnet. Insofern schaue ich persönlich positiv nach vorne.

 

Tracht, Lederhose, Anzug... Was ziehen Sie bei der Premiere an?

 

Mazza: In der ersten Sendung wird es nicht die Lederhose sein, sondern eher eine Sakko-Hose-Kombination. Wichtig ist, dass Francine und ich uns abstimmen, weil die Outfits schon ein bisschen zusammenpassen sollten.

 

Irgendwann werden wir Sie aber schon auch mal Lederhose sehen?

 

Mazza: Ich habe absolut nichts gegen Lederhosen, schließlich bin ich Münchner. Natürlich hab ich auch eine daheim, die regelmäßig getragen wird. Weil wir aber in der "Stadlshow" den Schwerpunkt immer auf die Region legen, in der sie ausgestrahlt wird, springen wir gerne auch mal in Dirndl und Lederhosen, sofern Tracht in die Region passt.

 

Ihre Moderationskollegin hat den Grand Prix der Volksmusik gewonnen. Warum passen Sie zum "Stadl"?

 

Mazza: Im Vergleich zu Francine, die aus dieser Welt kommt, bin ich natürlich ein Quereinsteiger. Das ist aber genau das, was uns als Moderatorenpaar besonders macht. Als Sängerin und Musikerin bringt sie die fachliche Kompetenz mit. Dafür gehe ich mit einer guten Portion Neugier an das Thema heran. Das ergänzt sich wunderbar.

 

Was verbinden Sie mit Volksmusik und Schlager?

 

Mazza: Meine Eltern haben früher sehr gerne Schlager gehört, italienischen und deutschen. Die neue Volksmusik, die es seit ein paar Jahren gibt, höre ich selbst sehr gern. Bands wie LaBrassBanda ["Keine Sterne in Athen"] mag ich wirklich sehr. Den Trend, Volksmusik mit anderen musikalischen Genres zu mischen, finde ich spannend. Das ist meine Verbindung zu dieser musikalischen Farbe.

 

Volksmusik und Schlager haben sich in den vergangenen Jahren sehr verändert. Welche Rolle spielt Helene Fischer dabei?

 

Mazza: Helene Fischer ["Atemlos durch die Nacht"] hat eine Wahnsinnskarriere hingelegt und in diesem Sinne ist sie sicherlich eine Vorreiterin. Nicht umsonst titelte ein Magazin im Sommer mit ihr auf dem Cover: "Neue Deutsche Welle". Sie hat es geschafft, mit ihrer Musik alle Generationen anzusprechen. Im Publikum sitzen Jung, Alt, Männer, Frauen... fast alle singen mit. Deutschsprachige Musik ist auf einmal wieder angesagt. Diesen Trend hat Helene Fischer als Ausnahmekünstlerin sicher auch ein wenig mitzuverantworten.

 

Wie erklären Sie sich abgesehen von Helene Fischer diesen Trend?

 

Mazza: Ich glaube, dass die Rückbesinnung auf die eigene Sprache und Herkunft, unsere Traditionen und Wurzeln nach einer intensiven Globalisierungsphase einfach wieder Spaß macht.

 

Laut Pressemitteilung gibt es viele Veränderungen. Was wird das Publikum denn wiedererkennen?

 

Mazza: Das Stammpublikum wird sich sehr schnell orientieren können. Konzeptuell nehmen wir ja nicht wirklich etwas weg, es kommt nur einiges hinzu. Die Musik, die die Zuschauer lieben und gerne hören, ist immer noch da. Es kommen nur ein paar neue musikalische Farben hinzu.

 

Francine Jordi hat in einem Interview gesagt: "Es wäre schön, wenn die ganze Familie wieder mit Chips und Popcorn vor dem Fernseher sitzt." Klingt fast ein bisschen nach "Wetten, dass..?"

 

Mazza: Das ist ein sehr schönes Bild, darüber würde ich mich auch freuen. Der "Musikantenstadl" ist eine sehr traditionsreiche Show, die tatsächlich auch im selben Jahr wie "Wetten, dass..?" erstmals ausgestrahlt worden ist. Auch deshalb gehen wir mit viel Respekt an diese Aufgabe heran. Samstag, 20.15 Uhr, in drei Ländern... das ist schon ein Riesending. Wir wünschen uns, dass die Zuschauer eine gute Zeit haben. Wenn wir das schaffen, haben wir unser Ziel als Gastgeber erreicht.

spot on news

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