Alexander Herrmann: So schlägt man einen Profi-Koch

Alexander Herrmann: So schlägt man einen Profi-Koch
Alexander Herrmann übernimmt die Moderation bei "Kampf der Köche" © SAT.1 / Willi Weber, SpotOn
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Neue Show "Kampf der Köche"

In der neuen Koch-Game-Show "Kampf der Köche" (Montag bis Freitag um 19 Uhr in Sat.1) gibt Alexander Herrmann am heutigen Montag sein Debüt als Moderator. Hier treffen geübte Hobby-Köche in Battles auf gestandene Profis wie etwa Cornelia Poletto, Mario Kotaska, Christian Lohse, Ali Güngörmüs, Stefan Marquard oder Ralf Zacherl. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news spricht der Sternekoch über die neue Show und seine schlimmsten Erfahrungen mit Hobby-Köchen.

Hobbyköche vs. Profis: Wie kann ein Amateur einen Starkoch schlagen?

Alexander Herrmann: Das Erfolgsrezept liegt in der Kombination von einem perfekten Gericht und einer sehr knapp bemessenen Kochzeit. Je kürzer die vom Amateur vorgegebene Kochzeit, umso geringer sind die Chancen für den Profi.

Welches Gericht würden Sie einem Kandidaten raten, zu kochen? Womit tun sich Profis naturgemäß schwer?

Herrmann: Richtig schwer wird es immer dann, wenn es "veredelte" Hausmannskost gibt. Für den Profi ist es unglaublich schwierig, die richtige Balance zu finden. Beim Veredeln kann ein Profi immer dann über sich stolpern, wenn er es zu perfekt machen möchte. Beim "Kampf der Köche" besteht die Jury nämlich nicht aus Fachleuten. Sie entscheiden aus dem Bauch und damit muss man als Profi umgehen können. Die "Gefahr" besteht darin, dass sie auch ein nach professionellen Gesichtspunkten perfekt zubereitetes Gericht für nicht gut befinden. Der Profikoch muss also vom "Sterne-Anspruch" weg, damit es auch dem "normalen" Menschen schmeckt, der vorher ggf. noch nie mit "Sterneküche" in Berührung gekommen ist. Manche Gerichte sind unfassbar gut!

Was ist in der neuen Show Ihre genaue Aufgabe? Nur Moderator oder auch Hilfestellung für die Amateure?

Herrmann: Ich darf auch ein bisschen helfen (lacht). In erster Linie besteht meine Aufgabe aber darin, dem Zuschauer zu vermitteln, wie unterschiedlich die verschiedenen Koch-Welten sind. Beim Amateur bin ich derjenige, der das Geheimnis des jeweiligen Gerichtes ergründet und beim Profi der Analyst, der die möglicherweise geniale Lösungsidee für den Zuschauer greifbar macht.

Erkennen die Juroren die Gerichte der Profis nicht schon an der meist wesentlich besseren Präsentation auf den Tellern?

Herrmann: Eben nicht. Wenn die Kochzeit sehr knapp ist, dann ist es auch für einen Profi sehr schwer, großartig anzurichten. Dann ist es einfach zu hektisch. Viele Hobby-Köche sind mittlerweile aber auch in der Lage, wie ein Profi anzurichten. Man erkennt es nicht, jedenfalls nicht zwingend.

Hand aufs Herz: Auch sie selbst waren bereits als Juror im Fernsehen zu sehen. Was war das schlimmste Essen, das Ihnen vorgesetzt wurde?

Herrmann: Definitiv bei "The Taste". Dort gab es einmal Jakobsmuscheln mit Blumenkohl und Vanille. Da war einfach alles falsch. Die Jakobsmuscheln wurden falsch gegart und nicht gewürzt, der Blumenkohl schlecht gekocht, am Ende schmeckte er einfach zu "kohlig" und die Vanille war zu dominant. Oder zuletzt beim "Kampf der Köche", dort habe ich einen rohen Tintenfisch probiert, das war fürchterlich.

spot on news

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