Alex Diehl: Ich bleibe, bis ich umfalle

Alex Diehl: Ich bleibe, bis ich umfalle
Alex Diehl © Cover Media

Für Alex Diehl (28) kam nie infrage, die Musik hinter sich zu lassen.

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Schwerer Weg zum Erfolg

Am 13. November 2015 erschütterten schwere Terroranschläge in Paris die ganze Welt. Inspiriert von den schrecklichen Taten schrieb der Musiker den Song 'Nur ein Lied', den er mit einer Handykamera aufnahm. In den sozialen Netzwerken verbreitete sich die Friedenshymne innerhalb kürzester Zeit und machte auch die großen Medien auf den Sänger aus Bayern aufmerksam. Der Erfolg kam für Alex total unerwartet, nicht zuletzt weil er jahrelang nicht von seiner Musik leben konnte.

"Einer der traurigsten Momente in meinem Leben war, als ich mit zwei Euro bei Aldi stand und wusste, damit muss ich mich drei Tage ernähren. Das war auch das Jahr, in dem ich jeden Tag, bevor die Miete fällig war, bei meiner Vermieterin klingeln und um Aufschub bitten musste", erinnerte sich Alex im Interview mit der 'tz'.

Dennoch wollte der Vollblutmusiker den Traum einer Gesangskarriere nicht aufgeben. "Weil ich nichts anderes kann", begründete er sein Durchhaltevermögen und fügte hinzu: "Als ich mit 17 Jahren das Abi geschmissen habe, war mein Vater entsetzt und auch Freunde haben immer wieder an mich hingeredet. Aber all die Jahre habe ich geliebt, was ich tue. Ich vergleiche das immer mit Roulettespielen. Man weiß nicht, ob es funktioniert oder nicht. Aber ich hab immer gesagt, ich bleib so lange am Tisch sitzen, bis ich umfalle."

Das hat sich gelohnt. Im Februar durfte er am Vorentscheid zum Eurovision Song Contest teilnehmen und landete immerhin auf Platz 2. Am heutigen Freitag erscheint zudem sein zweites Album 'Bretter der Welt', das wesentlich mehr Aufmerksamkeit erreichen dürfte als noch sein Erstlingswerk 'Ein Leben lang' aus dem Jahr 2014.

Dass er im Mai nicht zum Song Contest nach Stockholm darf, mache ihn derweil "überhaupt nicht" traurig, versicherte der Star. "Der zweite Platz beim Vorentscheid war ohnehin schon viel mehr als ich mir je erwartet hätte."

Kurz nach dem Vorentscheid sagte Alex Diehl im Interview mit 't-online.de' Jamie-Lee Kriewitz (18), die mit ihrem Song 'Ghost' antreten wird, gute Chancen voraus: "Das in diesem ESC ist schon eine ganz schöne Glam-Welt. Ich würde es als 'Pop-Zirkus' beschreiben. Und da passt Jamie-Lee tausendmal besser rein als ich."

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