'Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI': Alle Fakten zum Serien-Comeback

Akte X: Alle Fakten zum Serien-Comeback
Fox Mulder (David Duchovny) gibt Dana Scully (Gillian Anderson) einen Kuss auf die Wange in der ersten Folge der Neuauflage von "Akte X". © ddp images

Nach neun Staffeln und 202 Episoden endete "Akte X" im Jahr 2002. Über ein Jahrzehnt später kehren Fox Mulder und Dana Scully auf den Fernsehbildschirm zurück - zur Freude aller Mystery-Fans. Vor allem da die FBI-Agenten erneut von David Duchovny (55, "Californication") und Gillian Anderson (47, "The Fall") verkörpert werden. Serienmacher Chris Carter (59) hat seine Kultserie wieder belebt. Die erste Folge der zehnten Staffel hat er selbst geschrieben und auch selbst das Regie-Zepter in die Hand genommen. ProSieben zeigt die sechs neuen Folgen seit Montag, 8. Februar 2016, um 21:15 Uhr.

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Es gibt sechs neue Folgen

 

 

Was sind eigentlich die "X-Akten"?

 

"Akte X" eroberte in den 1990er Jahren weltweit das Publikum und gilt als Wegbereiter des modernen Mysterygenres. Serien wie "Lost", "Fringe" oder auch "Supernatural" würde es ohne die X-Akten wohl gar nicht geben. Die Mischung aus Science-Fiction, Horror und Krimi kommt bei den Zuschauern an. Neun Jahre lang untersuchten die FBI-Agenten Scully und Mulder gemeinsam "die unheimlichen Fälle des FBI", wie der Zusatz im Serientitel bereits ankündigt. "Unheimlich", das heißt so viel wie übernatürlich oder außerirdisch. Scully und Mulder waren stets auf der Suche nach Überirdischem, Außerirdischen und paranormalen Phänomenen. Dazu zählten spurlos Verschwundene, unerklärliche Morde und vieles mehr. Über allen Folgen schwebte die große Verschwörungstheorie. Die so genannte Mythologie, eine Verschwörung in den höchsten Regierungskreisen. Hier wird von Seiten der Politik das Alien-Aufkommen vertuscht und im großen Stil intrigiert. Die beiden Filmfortsetzungen "Akte X - Der Film" (1998) und "Akte X - Jenseits der Wahrheit" (2008) konnten an den Erfolg der Serie allerdings nicht wirklich anknüpfen.

 

Die Charaktere

 

FBI-Agent Fox Mulder glaubt selbst an Außerirdische. Als kleiner Junge musste er miterleben, wie seine Schwester Samantha scheinbar von Aliens entführt wurde. Die rationale Ärztin und FBI-Agentin Dana Scully fungiert als sein Gegenpol. Ebenfalls wieder mit an Bord: Assistant Director Walter Sergei Skinner (Mitch Pileggi, 63). Auch einige Nebencharaktere sind wieder zu sehen: Der Raucher bzw. Krebskandidat (William B. Davis, 78) sowie die "Lone Gunmen", die in der Serie eigentlich schon das Zeitliche segneten: Richard "Ringo" Langly (Dean Haglund, 50), Melvin Frohike (Tom Braidwood, 67) und John Fitzgerald Byers (Bruce Harwood, 52). Neu dabei sind unter anderem Verschwörungstheoretiker Tad O'Malley (Joel McHale, 44) oder auch Agent Miller, gespielt von Robbie Amell (27).

 

Was bisher geschah

 

In Staffel neun ist Mulder einen Großteil der Zeit untergetaucht. Scully sorgt sich um das gemeinsame Baby William. Der Kleine beherrscht Telekinese. Eine Prophezeiung besagt, dass William auserkoren ist, die Menschheit zu retten - allerdings nur, wenn auch Mulder lebt. Sollte Mulder sterben, würde William die Außerirdischen anführen. Dies führt dazu, dass ein UFO-Kult William entführt. Er kann aber unversehrt wieder gefunden werden. Im Staffelfinale verlässt Mulder sein Versteck. Er will auf einer Militärbasis geheime Dokumente finden, die Auskunft über die Pläne einer Kolonisierung der Erde durch Außerirdische beinhalten. Er wird dabei erwischt und verhaftet, wegen angeblichen Mordes zum Tode verurteilt, kann aber wieder fliehen. Gemeinsam mit Scully sucht er in New Mexico nach der Wahrheit. In der letzten Szene der Staffel sind Mulder und Scully gemeinsam in einem Motelzimmer in Roswell. In der letzten Szene des zweiten Kinofilms fahren die beiden gemeinsam in einem Boot auf eine Insel zu.

 

Staffel zehn

 

Ohne zu viel vorweg zu nehmen: Die neue Miniserie spielt im Hier und Jetzt. Auch Scully und Mulder hatten eine lange Pause von den X-Akten. Beide arbeiten nicht mehr beim FBI und sind auch kein Liebespaar mehr. Stattdessen hat Scully einen Verehrer, der ihr seine Zuneigung auch offen zeigt. Sie praktiziert als Ärztin, während Mulder das einst gemeinsame Haus behalten durfte und darin vor YouTube-Videos dahin vegetiert. Tad O'Malley (Joel McHale), ein Web-TV-Moderator mit einem Hang zu Verschwörungstheorien, bringt die beiden wieder zusammen. Er heuert sie für eine Mission an: Er will die ganze Wahrheit aufdecken, da er neue Informationen über die Alien-Verschwörung besitzt. Diese Hinweise stellen alles in Frage, was die FBI-Agenten bisher über die Verwicklungen zwischen den Außerirdischen und der US-Regierung zu wissen glaubten. Kronzeugin Sveta (Annet Mahendru, "The Americans") spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Pilotfolge und die sechste Episode beschäftigen sich verstärkt mit dieser Mythologie. Sie heißen im Original "My Struggle" und "My Struggle II", was übersetzt "Meine Anstrengung" oder "Mein Kampf" bedeutet. Die vier Folgen in der Mitte sind in sich abgeschlossene Fälle, sozusagen "Monster der Woche"-Fälle.

 

Folgen weitere Episoden?

 

Die wiederbelebte Staffel umfasst nur sechs Folgen - eine Miniserie. Was im Anschluss daran passiert, ist noch völlig offen. "Akte X"-Schöpfer Chris Carter hat im Interview mit dem "Hollywood Reporter" verraten, dass er definitiv Stoff für weitere Fälle hat. Außerdem hat er bereits das Drehbuch zu einem dritten Kinofilm verfasst. Carter will aber warten, bis der verantwortliche US-Sender Fox auf ihn zukommt. Die Einschaltquote in den USA dürfte den Fernsehbossen auf jeden Fall gefallen, den Staffelstart sahen 16 Millionen Zuschauer. Richtig euphorisch haben die Kritiker das Comeback allerdings nicht gefeiert. Es ist also alles möglich.

 

Deutsche Fans etwas verstimmt

 

Was den amerikanischen Fans völlig egal ist, hat bei den deutschen Fans bereits im Vorfeld der Fernsehausstrahlung für Zündstoff gesorgt: Agent Mulder hat in den neuen Folgen eine neue Synchronstimme. Doch trotz Fan-Petition hält ProSieben an der neuen Stimme fest. "Wir haben die Petition gelesen und freuen uns darüber, wie leidenschaftlich sich diese Fans für 'Akte X' einsetzen. Respekt. Trotzdem können und wollen wir ihren Wünschen nicht Rechnung tragen. Aus redaktionellen Gründen haben wir uns für den neuen Sprecher entschieden. Wir sind davon überzeugt, dass wir eine sehr gute Lösung gefunden haben. Die neuen Folgen von 'Akte X' sind richtig spannend geworden - Mulder und Scully haben nichts von ihrem Reiz verloren", heißt es in einer Stellungnahme von ProSieben.

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