Hollywood Blog by Jessica Mazur

Affenzirkus um Britney

Affenzirkus um Britney
Affenzirkus um Britney

von Jessica Mazur

Heute war in Lalaland Britney-Tag, denn was hier schon wieder los war, kann man sich nicht vorstellen. Wie ja allseits bekannt war, fand jetzt die Anhörung statt, bei der Richter Michael Gordon sich die Zeugenaussagen von Personen anhören wollten, die am 3. Januar, dem Tag, an dem Britney sich weigerte, die Kids rauszurücken, hautnah miterlebt hatten, was sich genau abspielte. Das Erscheinen und die Aussage von Britney selbst waren zwar nicht zwingend notwendig, aber laut Expertenmeinung die einzige Möglichkeit, das Besuchsrecht für Sean Preston und Jayden James wiederzubekommen. Das wussten Britneys Anwälte, das wusste Britney UND das wussten natürlich auch die hiesigen Presseleute und Paparazzi. Um 9.30 Uhr sollte die Anhörung anfangen, bereits zwei Stunden zuvor gingen hunderte Fotografen und Kamera-Crews in Stellung. Um selbst alles bis ins kleinste Detail mitzubekommen, musste man natürlich nicht nach Downtown zum Gericht fahren, sondern nur irgendetwas einschalten, was im weitesten Sinne mit Nachrichten zu tun hatte. Die Online-Dienste sendeten Live-Streams und die Morning News schalteten alle paar Minuten zu ihren Reportern vor Ort, so dass auch ja sichergestellt war, dass keinem Amerikaner dieser wichtige Tag in der Geschichte des Landes entging...

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Ob das, was sich dann abspielte, wirklich einer derartigen Berichterstattung bedurfte, sei dahingestellt, aber es war ohne Frage mal wieder ein echter Spears. Die Anhörung begann, K-Fed hatte brav Platz genommen, und Britney glänzte mal wieder durch Abwesenheit. Doch gerade als die hiesigen Reporter begannen, Britneys no show zu verurteilen und ihr verbal den Popo zu verhauen, machte sich plötzlich Unruhe breit. Die Truppen vor Britneys Haus meldeten aufgeregt: Shes moving!, und zwar in Richtung Gerichtshof.

Und tatsächlich, Britney erschien vor Gericht. Doch kaum war sie da, war sie auch schon wieder weg. Nach kurzer Unterredung mit ihren Anwälten überlegte es sich Britney nämlich doch noch mal anders und machte sich, natürlich noch immer on live TV, wieder aus dem Staub, ohne auch nur einen Fuß in den Gerichtssaal zu setzen. Stattdessen machten sie, Paparazzo-Freund Adnan und Sam Lufti (sowie eine Entourage von dutzenden Fotografen und einem CNN-Helikopter!) einen Abstecher zu einer Kirche im Valley, aßen Lunch und fuhren dann  - Gerichtsanhörung hin oder her - wieder nach Hause. Angeblich war Britney der Trubel vorm Gerichtshof zu groß, und Augenzeugen hörten sie immer wieder Im not doing it sagen. Schade nur, dass Richter Gordon dafür keinerlei Verständnis hatte und soeben verkünden ließ, dass Britney das Besuchsrecht für ihre beiden Söhne vorerst nicht wiederbekommt.

Die nächste Anhörung ist jetzt für den 19. Februar angesetzt. Spätestens dann geht der mediale Affenzirkus also wieder von vorne los...

Und so sehr ich auch davon überzeugt bin, dass Britney sich die Suppe selber eingebrockt hat und sich nicht von ein paar Fotografen davon abhalten lassen sollte, für ihre Kinder zu kämpfen - wenn es darum geht, einen Starbucks-Frapuccino zu kaufen, setzt sie sich der Meute schließlich auch zu Wehr - so sollten die Medien langsam wirklich mal einen Gang zurückschalten. Ich meine, HALLO? Live-Schalte und Hubschrauber auf CNN??? Passiert denn wirklich nichts anderes in der Welt?

Viele Grüße aus Lalaland von Jessica Mazur

 

Affenzirkus um Britney
© Bild: Jessica Mazur