30 Seconds To Mars exklusiv im Interview

30 Seconds To Mars exklusiv im Interview

Tomo Milicevic und Shannon Leto

Mit ihrer "Closer To The Edge"-Tour haben sie einen neuen Rekord aufgestellt, mit dem 300. Konzert beenden sie ihren 2-jährigen Konzertmarathon und schaffen es damit in das Guinnessbuch der Rekorde: 30 Seconds To Mars.

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Mit 3,5 Millionen verkauften Tonträgern und weltweit ausverkauften Konzerthallen, gehört die Band inzwischen zu den Superstars der Rockszene. Ein Interview mit 30 Seconds To Mars zu führen, kann allerdings zur Herausforderung werden: die Band um Frontmann und Hollywoodstar Jared Leto neigt dazu, sich mit Scherzen ernsthaften Antworten zu entziehen. Nicht nur deshalb war es spannend, Tomo Milicevic und Shannon Leto kurz vor ihrem letzten Deutschlandkonzert zu einem exklusiven Interview zu treffen. Wir brachten Kölsch mit und dafür haben sich Tomo und Shannon (fast) ernsthaft auf unsere Fragen konzentriert ...

von Nicole Feybert

Wie geht’s euch so kurz vor der Show?

SL: Wir freuen uns auf heute Abend und sind ganz schön aufgeregt. Hey, es ist unser letztes Deutschlandkonzert!

Shannon, euer Nachname wird in Deutschland ja gerne “L(i)eto” ausgesprochen ...

SL: “Lieto”. Echt jetzt?

Ja, und wir halten jetzt mal ganz offiziell fest, dass es “Leto” heißt.

SL: Richtig, Leto. Warum sagt man “L(i)eto”, liest man das so auf Deutsch?

TM: Kann man, macht Sinn für mich ...

SL: Ist aber LETO!

Sprecht ihr denn etwas Deutsch?

SL: Überhaupt nicht.

TM: “Bitte”, “Tschüss”, “Köln”

SL: Warte .... “Volkswagen”!

(Tomo überlegt kurz und gibt während des gesamten Interviews seine Deutschkenntnisse “Was machst du”, “Kommst du aus Köln” und “Ich komme aus Amerika” zu Shannons und meiner Erheiterung zum Besten.)

Zurück zum Thema Tour. Ihr habt einen engen Terminplan. Bleibt da auch mal Zeit, um die Städte zu besichtigen, in denen ihr seid?

TM: Manchmal sind wir nur ein paar Stunden in der Stadt. Wenn genug Zeit bleibt, schauen wir uns aber um und gehen auf Entdeckungsreise.

Macht ihr dann Sightseeing oder geht ihr eher auf ein Bier irgendwo aus?

Beide: Sightseeing.

SL: Wir laufen so lange rum, bis uns fast die Füße abfallen.

TM: Und verirren uns auch, wenn wir auf eigene Faust losziehen.

SL: Wenn die Füße abgefallen sind, gehen die schon mal vorweg.

TM: Wir gehen sie dann suchen. Die haben ein GPS im großen Zeh. (Beide lachen über ihre Scherze)

Tomo, du hast mal gesagt, dass du Touren außerhalb der Staaten besonders magst. Warum?

TM: Du lernst die Welt kennen und viele verschiedene Kulturen. Amerika ist wahnsinnig groß und wenn du dort tourst, wiederholt sich einfach vieles. Wenn du in Europa oder Südamerika oder Afrika bist - all die unterschiedlichen Orte. Es ist einfach jeden Tag was anders: die Sprache, die Kultur … das ist sehr erfrischend.

Es gibt doch sicher auch mal schlechte Tage auf Tour, wie motiviert ihr euch in solchen Momenten, wenn ihr auf die Bühne müsst?

SL: Du fokussierst dich auf das, was kommt, nämlich dieses Erlebnis mit allen Zuschauern zu teilen. Das ist immer wieder aufregend. Schlechte Laune bleibt da nie lange bestehen.

TM: Die Show selbst ist das, was die eigene schlechte Laune vertreibt.

“Es ist schwer, ins normale Leben zurück zu finden”

30 Seconds To Mars exklusiv im Interview

Nach sage und schreibe 300 Shows beendet ihr eure Tour in New York. Wie ist das für euch, nach einer so langen Zeit wieder ins “normale” Leben zurückzufinden?

SL: Schwierige Sache. Das braucht ein wenig Zeit, geht Schritt für Schritt. Tag für Tag gewöhnst du dich wieder daran. An einem Tag sitzt man Stunden auf der Couch und starrt die Luft an und am nächsten Tag fängt man wie irre an, an neuen Projekten zu arbeiten. Das ergibt sich einfach ...

Stichwort neue Projekte ... gibt es schon Pläne?

SL: Wir werden jetzt erst mal die freie Zeit genießen und uns aus dem Staub machen.

Könnt ihr überhaupt irgendwo ausgehen, ohne dass euch Paparazzi an den Fersen kleben?

SL: Ja. Ich liebe das Leben in L.A. sehr. Du suchst dir halt genau aus, wo du hingehst. Es gibt Locations, bei denen du weißt, dass da sämtliche Paparazzi rumlaufen. Da heißt es eben, richtig auszuwählen.

Was ist für euch das Beste und Schlechteste, das mit Erfolg und Berühmtsein einhergeht?

SL: Interviews! (grinst breit)

TM: Was mit dem Ruhm zusammenhängt, darüber denken wir gar nicht so sehr nach. Wir machen unsere Musik und fertig. Wir spielen, fahren in die nächste Stadt. Machen das Gleiche wieder. Fahren heim. Machen Musik. Einfach immer weiter.

SL: Ruhm ist schon eine lustige Sache.

TM: Naja, wir machen Musik, Videos, und die Leute finden das toll.

SL: Wir bewegen uns in unserer 30 Seconds To Mars-Welt. Das ist wie eine Glocke, unter der wir leben. Wir sind irgendwie die Letzten, die diese Sachen bewusst mitbekommen.

Ihr habt das letzte Wort: Was wollt ihr den deutschen Fans sagen?

SL: Wir lieben euch. Wir wissen eure Unterstützung, euren Zusammenhalt und eure Leidenschaft für uns sehr zu schätzen - und eure Verrücktheit auch!

TM: Diese deutsche Begeisterungsfähigkeit! Wir freuen uns drauf, zurückzukommen. Falls wir zurückkommen.

Falls!? Sekunde noch, das musst du erklären.

TM: Oh oh, wir müssen gehen!!

SL: (augenzwinkernd) Okay, ich verrate dir ein Geheimnis, das wir noch keinem erzählt haben.

Raus damit.

TM (zu Shannon): Das solltest du nicht.

SL: Vielleicht hast du Recht ...

Auch nach weiteren Versuchen haben Tomo und Shannon zwar die Neugier geschürt, aber ihr Geheimnis um die Zukunft der Band nicht mehr verraten. Stattdessen wurde unser Kölsch zum After-Show-Bier erklärt.

Vielen Dank für das Interview!

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