24 statt 12 Punkte - Regelkunde zum Song Contest

Eurovision Song Contest
Künftig gibt es eine Jurywertung und eine Publikumswertung. Foto: Anders Wiklund © DPA

Mit einem neuen Abstimmungsmodus soll der Eurovision Song Contest (ESC) von diesem Jahr an deutlich spannender werden.

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Bisher waren bei der Punktevergabe die Wertungen von Jurys und Zuschauern aus den einzelnen Teilnehmerländern bereits zusammengerechnet, jedes Land konnte so seinem Favoriten maximal 12 Punkte geben.

Beim ESC 2016 in Stockholm sollen die Wertungen der Länderjurys und der Zuschauer getrennt vorgetragen werden. Jedes Land kann jetzt also maximal 24 Punkte an ein anderes verteilen: 12 durch die Jury, 12 durch die Zuschauer.

Los geht es wie gehabt mit Live-Schalten zu Sprechern der einzelnen Länder. Sie verkünden diesmal aber lediglich das Ergebnis ihrer nationalen Jury. Sie tragen auch nur noch vor, welches Land die zwölf Punkte bekommt - die restlichen Punkte werden lediglich eingeblendet, das spart Zeit bei der Präsentation.

Die Stimmen aller ESC-Zuschauer, die per Telefon, SMS oder App ihren Favoriten wählen, werden zusammengezählt und erst am Ende der Sendung von den Moderatoren präsentiert. Sie beginnen mit dem Land, das vom Publikum die wenigsten Punkte bekommen hat. Wie die Zuschauer in den einzelnen Teilnehmerländern gewählt haben, verraten die Moderatoren dabei nicht. Diese Details sollen später im Internet bei eurovision.tv und bei eurovision.de veröffentlicht werden.

Die Jurywertung kann durch die Publikumswertung noch völlig auf den Kopf gestellt werden, denn nicht selten liegen beide Wertungen deutlich auseinander. Ob das neue Verfahren allerdings tatsächlich die Spannung erhöht, wird sich erst beim Finale des ESC am 14. Mai zeigen. In der Vergangenheit war die Bekanntgabe der Punkte nach dem alten Modus - jedes Land vergibt seine Wertungen einzeln - immer ein Höhepunkt der Show gewesen. Allerdings stand der Gewinner oft bereits einige Zeit vor dem Ende der Sendung fest.


dpa
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