22 Jump Street' mit Channing Tatum & Jonah Hill: Eine Wiederholung von '21 Jump Street'

22 Jump Street
die Chaos-Cops Schmidt(Jonah Hill) und Jenko(Channing Tatum) müssen erneut als verdeckte Ermittler ran

2,5 von 5 Punkten

Von '22 Jump Street' wird einiges erwartet, denn der erste Teil hat für viele Zuschauer gesorgt. Allerdings, wie das bei Sequels gerne mal so ist, gelingt es nicht immer, an den Erfolg des ersten Teils anzuknüpfen und den Erwartungen zu genügen. Leider ist das auch bei '22 Jump Street' der Fall. Die gleiche Geschichte wie im ersten Teil, die gleichen Schauspieler und zum Leidwesen des Zuschauers auch die gleichen Witze.

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Von Irena Bauer

Schmidt (Jonah Hill, '21 Jump Street', 'The Wolf of Wallstreet') und Jenko (Channing Tatum, '21 Jump Street', 'Magic Mike') haben seit ihrem ersten erfolgreichen Einsatz als Undercover-Cops keinen Gangster mehr festgenommen. Als Strafe werden sie wieder in das Programm '22 Jump Street' gesteckt, das sich zu einer wahren High-Tech-Basis verwandelt hat. Die beiden werden an ein College geschickt, um nach einem Drogendealer zu fahnden. Die gleiche Geschichte wie auch im ersten Teil, nur soll das College, das die High-School ersetzt, offenbar den Anschein vermitteln, dass die beiden Beamten erwachsen geworden sind. Allerdings sind sie nur älter geworden, jedoch nicht reifer oder klüger. Und so bekommt man die gleiche Story aufgetischt, nur dass Zwar ist es dieses Mal Jenko ist, der den besseren Start am College hat. Keine Frage, Channing Tatum geht in seiner Rolle als Sport-Ass voll auf und kann seine Muskeln immer wieder prominent zur Schau stellen. Und Jonah Hill übernimmt, wie sollte es anders sein, die Rolle des traurigen dicken Jungen, der seinen besten Freund verliert und alleine in seinem Zimmer sitzt und weint. Aber genau das nervt, denn diese Szenen nehmen wirklich überhand, und man fragt sich als Zuschauer irgendwann sogar, ob die beiden nicht eher eine homosexuelle Beziehung führen statt einer beruflichen Partnerschaft.

22 Jump Street
Schmidt blüht im College-Football-Team auf - vielleicht zu sehr?

Für Abwechslung sorgt einzig der Schauspieler Ice Cube in seiner Rolle als Chef der Chaos-Cops. Seine Art ist erfrischend witzig, und es war eine gute Entscheidung, dass er in dem zweiten Teil des Films eine größere Rolle bekommt und öfter zu sehen ist. Der Film selbst lebt nach dem Motto: Die gleichen Cops, die gleiche Geschichte, der gleiche Ausgang und spielt mit exakt diesem Klischee. Die beiden Chaos-Cops kommen allerdings dahinter, dass nichts im Leben zweimal geschieht - und natürlich muss die Geschichte jetzt einen anderen Ausgang haben, der allerdings nicht besonders gut gelungen ist.

Die Action-Szenen in dem Film sind ohne Zweifel gut gemacht, die beiden Hauptdarsteller holen in den Action-Szenen alles aus sich heraus, so dass und man pausenlos mit ihnen mitfiebert. Jonah Hill und Channing Tatum ziehen in ihren Rollen mit ihrer unwissenden und etwas dümmlichen Art den Zuschauer einfach in den Bann. Falls es aber zu einer weiteren Verfilmung kommen sollte, wäre es schön, wenn das Privatleben der beiden etwas mehr beleuchtet wird. Denn darüber erfährt man in den ersten Teilen gar nichts. Unterm Strich ist der Film für einen lustigen Abend mit Freunden perfekt. Tiefgang sollte man jedoch nicht erwarten – aber den Anspruch hat der Film dank seiner stellenweise allzu flachen Witze auch nicht.

Kinostart: 31. 07. 2014

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