'12 Years a Slave' mit Michael Fassbender, Brad Pitt & Co.: Das ist die wahre Geschichte hinter dem Film

Die wahre Geschichte hinter "12 Years a Slave"
Solomon (Chiwetel Ejiofor, r.) muss sich den Brutalitäten von Edwin Epps (Michael Fassbender, l.) unterwerfen © Tobis Film

Kaum ein Film hat in den letzten Jahren solche Begeisterungsstürme bei den Kritikern ausgelöst und so viele Preise gewonnen wie Steve McQueens Drama "12 Years a Slave". Jetzt zeigte ProSieben den Oscar-prämierten Film am Pfingstmontag zum ersten Mal im Free-TV.

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Free-TV-Premiere auf ProSieben

Basierend auf den Lebenserinnerungen der real existierenden Person Solomon Northup erzählt der britische Star-Regisseur ("Shame") eine schier unglaubliche Geschichte, die noch lange nach dem Abspann nachwirkt. Das Drama ist mit Hauptdarsteller Chiwetel Ejiofor sowie Benedict Cumberbatch, Michael Fassbender, Brad Pitt und Paul Giamatti bis in die Nebenrollen hochkarätig besetzt und wurde bei den Oscars 2014 sechsmal nominiert und dreimal ausgezeichnet - unter anderem als bester Film des Jahres.

 

Darum geht es

 

1841 führt der freie Afroamerikaner Solomon Northup (Chiwetel Ejiofor) als angesehener Musiker ein glückliches, bürgerliches Leben mit seiner Frau und seinen beiden Kindern im Bundesstaat New York. Durch eine hinterhältige Intrige zweier Geschäftsleute wird der gebildete Violinist für ein angebliches Engagement nach Washington gelockt, unter Drogen gesetzt und als Sklave in die Südstaaten verkauft.

Seine Hoffnung, sich als freier Mann zu legitimieren, scheitert an der Brutalität der korrupten Menschenhändler. Sogar sein Name wird ihm unter Strafandrohung verboten, sodass er als "Platt" zunächst auf der Plantage des gemäßigten und durchaus mitfühlenden William Ford (Benedict Cumberbatch) arbeiten muss. Doch als Solomon Ärger mit einem rassistischen, weißen Plantagen-Arbeiter hat, verkauft Ford ihn an den brutalen Menschenschinder Edwin Epps (Michael Fassbender). Auf dessen Farm erwartet Solomon die Hölle auf Erden...

 

Die wahre Geschichte dahinter

 

Das Filmdrama basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Werk von Solomon Northup aus dem Jahr 1853. Die Handlung des Films unterscheidet sich allerdings in vielen kleinen Einzelheiten von der Romanvorlage. So fehlt beispielsweise eine Episode mit einem Ausbruch der Pocken völlig. Im Großen und Ganzen wurde allerdings die Grundstory übernommen.

Die Memoiren des echten Solomon Northup entwickelten sich im 19. Jahrhundert zu einem Bestseller mit mehreren Ausgaben und lösten eine landesweite Debatte über die Sklaverei aus, die letztlich im Sezessionskrieg von 1861 bis 1865 mündete. Anschließend geriet das Buch allerdings in Vergessenheit und wurde erst 1968 von einer Historikerin wiederentdeckt und neu veröffentlicht. Northup selbst trat nach seiner Freilassung noch viele Jahre bis zu seinem Tod um 1863 als Redner auf und setzte sich aktiv gegen die Sklaverei ein.

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